Umgeben von saftigen Blumenwiesen, den Bergen, Seen und Tieren, erinnern mich diese süßen Leckereien immer wieder an Südtirol.
Für Aktivurlauber, Bergmenschen, Erholungssuchende oder Naturfreunde hat Südtirol einiges zu bieten.

Die alpin-mediterrane Küche nimmt sich das Beste aus italienischen Klassikern wie Pizza und Pasta oder bodenständigen Gerichten wie Knödel, Speck und Kaiserschmarren.
An Knödel kommt man in Südtirol sowieso nicht vorbei, besonders nicht an Marillenknödel.
Auf den sonnenverwöhnten Obsthängen in der Umgebung von Laas im Vinschgau gedeihen Marillen (Aprikosen) besonders gut und sind weit über die Grenzen hinaus bekannt. Die Südfrucht benötigt ein warmes Klima, viel Sonne, reichlich Wind und wenig Regen.

Das Rezept für die Marillenknödel ist ein einfacher Knödelteig aus Topfen (Quark). Er wird  fix zusammengerührt und dann kurz kühl gestellt. Mit ein paar Handgriffen wird die goldene Frucht anschließend mit dem Teig ummantelt und zu einem Knödel gerollt.

Auch wenn wir hier bei uns nicht in den Genuss von frischen Marillen aus dem Vinschgau kommen, sollten die Aprikosen schön reif, süß und saftig sein. Anstelle von Aprikosen können auch Erdbeeren, Zwetschgen oder auch Nougat verwendet werden. Die Knödel habe ich in Dinkel-Semmelbrösel gewälzt, normale Semmelbrösel tun es natürlich auch.

Marillenknödel

Die runde süße Verführung

Für den Teig

  • 250 g Topfen 20 % Fett (Quark)
  • 130 g Mehl (plus Mehl für die Arbeitsfläche)
  • 1 Ei
  • 40 g weiche Butter
  • Abrieb von einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung

  • 10 reife Marillen (Aprikosen)
  • 10 Stück Würfelzucker (Rohrzucker)

Für die Brösel

  • 100 g Butter
  • 150 g Semmelbrösel
  • Puderzucker
  1. Für den Teig alle Zutaten mit einer Gabel zusammenrühren, verkneten und mindesten 15 Minuten kalt stellen.

  2. In der Zwischenzeit die Marillen waschen, abtrocknen und entkernen. Mit dem Stiel eines Kochlöffels am Nabel der Marillen ansetzen und mit sanftem Druck den Kern aus der Frucht schieben. Je nach Fruchtgröße einen oder einen halben Würfelzucker einsetzen.

  3. Auf einer bemehlten Unterlage eine Teigrolle formen und in 10 gleich große Stücke teilen. Anschließend die Teigstücke flach drücken und die Marillen damit ummanteln.

  4. Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Marillenknödel vorsichtig in das schwach siedende Wasser geben. Die Knödel für etwa 15 Minuten kochen, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen.

  5. In der Zwischenzeit in einer großen Pfanne die Butter zerlassen und die Semmelbrösel darin braun rösten.

  6. Nach der Kochzeit die Knödel mit Hilfe einer Schöpfkelle aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und in den gerösteten Bröseln wälzen. Zum Schluss noch mit Puderzucker bestäuben.

Dessert, Nachtisch
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